KINDERGARTEN SANKT MARTIN ILMENAU

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 Eingewöhnung - Elternbrief

Liebe Eltern,

wir haben für Sie ein Merkblatt zur Eingewöhnung Ihres Kindes zusammengestellt. Eine für Ihr Kind optimale Eingewöhnung ist uns wichtig, damit sich Ihr Kind bei uns wohl fühlt und in seiner Entwicklung optimal begleitet und unterstützt wird. Auch bietet die Zeit der Eingewöhnung Ihnen als Familie die Möglichkeit, in unserer Kita gut anzukommen.

Das Ziel der Eingewöhnung ist es, dass Ihr Kind zu seiner neuen Erzieherin/Begleiterin eine verlässliche Beziehung aufbauen kann. Ebenso lernt es dabei für das Leben, dass seine Eltern ihm immer zur Seite stehen. Diese Erfahrung wird Ihrem Kind und Ihnen bei allen späteren Übergängen helfen und ein Grundvertrauen in sie als Eltern mit geben. Dazu braucht Ihr Kind Ihre Unterstützung. Nur, wenn Sie in der Eingewöhnung dabei sind und damit Ihrem Kind ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, kann es sich dem neuen Ort und der neuen Person neugierig zuwenden.

Wir orientieren uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell nach infans, einem Modell, welches bundesweit Anerkennung findet und in vielen Kitas mit Erfolg praktiziert wird. Es ist auf unsere Einrichtung zugeschnitten.

Die Eingewöhnung wird etwa zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen, in manchen Fällen dauert sie auch etwas länger oder kürzer. Dies wird sich im Verlauf der ersten 6 Tage herausstellen.

Auf den nächsten Seiten stellen wir ihnen die einzelnen Schritte der Eingewöhnung vor.

 

Die Eingewöhnung in den christlichen Kindergarten „St.Martin“

1.      Information und Absprachen

Vorbereitungselternabend und Kennenlernen der Erzieherinnen.

Hierbei werden  Ihnen durch die Leiterin, Frau Maruschke, ganz genau die Grundzüge der Eingewöhnung erklärt und Sie besprechen die gegenseitigen Erwartungen.

Ihnen werden das Haus und besonders die Gruppe Ihres Kindes gezeigt. Dies bietet Ihnen die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen. Wenn Sie dann das 1.mal ihr Kind mitbringen können Sie sich über die Vorlieben und Abneigungen, das geliebte Spielzeug, wie es am besten schläft, was es nicht gern isst usw. unterhalten. Dabei helfen Ihnen und uns die ausgefüllten Seiten des Portfolios, die wir Ihnen zum Erstlingselternabend mit geben werden.

Um den Start für Ihr Kind so unkompliziert wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, dass wir  uns miteinander abstimmen und alle wichtigen Informationen austauschen. Natürlich dürfen Sie uns auch zu unserer Person und unserer Arbeit im Haus befragen.

2.      Die Grundphase

Sie dauert vier Tage. Der Besuch der Kita sollte am ersten Tag nicht länger als eine Stunde sein und nur langsam ausgedehnt werden.

 In den ersten zwei Tagen erlebt Ihr Kind die Freispielphase. Es kann draußen, seltener innen, die anderen Kinder aus selbstgewählter Distanz beobachten, den Außenbereich entdecken und mit hiesigem Spielzeug bekannt werden. Am dritten Tag erlebt es den Gruppenraum und den Morgenkreis/ Beschäftigung als neuen Raum und Anspruch. Hier muss es sich mit in die Gruppe eingliedern aber an Ihrer Seite oder auf Ihrem Schoß. Bitte machen Sie alles mit, ihr Kind soll erleben, dass dies eine neue sichere Welt ist, die Sie billigen. Hierbei soll es eine erste Vertrautheit mit den Räumen, Kindern und Erziehern gewinnen. Am vierten Tag gehen wir in den Park. Dies ist ein völlig neuer Raum! Bitte kommen Sie 9.15 Uhr mit wetterfester Kleidung und bleiben Sie bis 11 Uhr dabei.

Ihre Aufgabe ist es, der „sichere Hafen“ für Ihr Kind zu sein. Das bedeutet, dass Sie sich gegenüber ihrem Kind zwar passiv, aber aufmerksam verhalten. Drängen Sie ihr Kind nicht, mit etwas zu spielen, oder zu den anderen Kindern oder Erziehern hinzugehen. Wenn Ihr Kind dazu bereit ist, wird es das von selbst tun. Selbstverständlich reagieren Sie positiv auf alle Signale Ihres Kindes, seien es der Blickkontakt, die Ansprache oder Annäherungen. Initiieren Sie aber nicht selbst diese Dinge, lassen Sie Ihr Kind sein eigenes Tempo finden. Die Erzieherin wird immer wieder mal zu Ihnen und Ihrem Kind kommen und Kontakt aufnehmen.

Am fünften Tag findet für Sie und Ihr Kind das erste Mal eine kurze Trennung statt. Sie wird vorher besprochen, verabschieden Sie sich von Ihrem Kind und gehen einen Moment in das Büro. Je nachdem, wie Ihr Kind reagiert, dauert die Trennungsphase zwischen 5 und 30 Minuten.

3.      Die Stabilisierungsphase

Wenn ihr Kind die Trennung akzeptiert, werden Sie sich von nun an täglich von ihrem Kind verabschieden und den Zeitraum der Abwesenheit immer länger ausdehnen. Zuerst wird das Kind in der Freispielphase allein bleiben, dann bei der Beschäftigung, danach beim Morgenkreis….

Wichtig ist, dass Sie sich immer von ihrem Kind verabschieden und evtl. auch ein gemeinsames Abschiedsritual entwickeln.

Ebenso werden jetzt das Frühstück und später das Mittagessen hinzukommen.

Jetzt ist auch so langsam Zeit, dass Sie sich immer mehr zurück nehmen (z.B. hinter dem Morgenkreis sitzen) und der Erzieherin die Möglichkeit geben, als Erste auf die Signale Ihres Kindes zu reagieren. So können Sie gemeinsam daraufhin arbeiten, dass Ihr Kind eine verlässliche Beziehung zur Erzieherin aufbaut.

Auch die Pflegeroutinen werden nun zunehmend von der Erzieherin übernommen.

4.      Die Schlussphase

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn ihr Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert hat und sie es bei Kummer, z.B. wenn Sie sich morgens verabschieden, auch nachhaltig trösten kann. In den folgenden zwei Wochen, ist es jedoch wichtig, dass Sie telefonisch gut erreichbar sind und ihr Kind bei Bedarf abholen können.

Falls es Ihnen möglich ist, Ihr Kind in den ersten Wochen nur halbtags betreuen zu lassen, erleichtern Sie ihm zusätzlich den Start in die Kita.

Ganz wichtig ist, dass Sie es immer zur selben Zeit pünktlich abholen. Kinder haben „eine Uhr im Bauch“ und geraten in Panik, wenn die Zeiten nicht stimmen.

Bei allen Fragen stehen Ihnen die Erzieher und die Leiterin, Frau Maruschke, gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Maruschke


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